Buchauslese

Lesemonat April 2013

Der Monat war wie so oft dieses Jahr wieder einer, der doch zu den Viellesemonaten gezählt werden kann. Erfreulich auch, dass ich viele verschiedene Genre las.
Seiten: 4059
Hörminuten: 3052
Gelesene Bücher: 13
Gehörte Bücher: 5
SUB März: 416
SUB April: 414
SUHB März: 31
SUHB April: 18
SUB-Neuzugänge: Piraten-Erlebnisbuch, Summerstone High, Scharlatan, Zeit der Zikaden
SUHB-Neuzugänge: keine

Derzeit habe ich doch einiges aus der Bibliothek hier. Die Wiesbadener Stadtbibliothek muss ich in den nächsten Wochen mal vorstellen. Sie ist einfach gigantisch gut.
Derzeit liegen hier noch ungelesen aus der Bib (was auch direkt einen kleinen Ausblick auf den Lesemonat Mai geben wird):
„Die alltägliche Physik des Unglücks“ (Pessl), „Das Familientreffen“ (Enright), „Die Abenteuer des Joel Spazierer“ (Köhlmeier), „Abschied für Anfänger“ (Tyler), „Die Patin“ (Gier), „Du bist nie allein“ (Sparks), „Mariana“ (Kearsley).

Die geschriebenen Worte:
Dieser Monat hat seitenzahltechnisch alles gesprengt, was ich in den letzten Monaten las. Ich habe Berge von Büchern verschlungen. Das passt ganz gut zu meinen Lebensumständen. In stressigen Zeiten ziehe ich mich, mich selbst rettend in Bücherwelten zurück.
Den ersten dicken Schinken, den ich im April las, war „Die dreizehnte Geschichte“, zu der ich ja bereits eine Rezension geschrieben habe. Danach begann ich mit dem dicken Wälzer „Schuld und Sühne“, an dem ich noch dran bin und ihn daher nur zur Hälfte in den Lesemonat April eingerechtnet habe. „Schuld und Sühne“ ist ein sehr düsteres Werk. Dazu werde ich sicherlich eine ausführliche Rezension schreiben, sobald ich es fertig gelesen habe. Danach kamen „Abitte“, „Marakesh“ und „Seide“, die ich ebenfalls schon rezensierte. Außerdem las ich ein Buch namens „Die Körper-Geist-Seele-Formel“ aus dem GU-Verlag. Ich fand es ganz nett und erhellend. Es ging darum, zu bestimmen, welcher Grundtyp man ist und wie das eigene System „tickt“. Dazu gab es dann einige Ratschläge, wie man besser typgerecht durchs Leben kommt. Interessant fand ich an der Stelle, dass für meinen Typ Wandern als Sport anzusehen ist, da ich ansonsten schon immer auf Hochtouren laufe. In der Tat hätte ich bis dato Wandern nicht als Sport angesehen. Daneben habe ich meine neue Bibel gefunden. *lach* Das „Brigitte Yoga-Buch“. So ein tolles Werk. Die Übungen sind einfach stimmig erklärt und wunderbar zusammengestellt. Macht richtig Freude, damit zu arbeiten! Dann las ich „Nightschool II“. Band I hatte ich total gemocht und ich fand es auch schön, zurück zu kommen zum Internat und der Nightschool. Allerdings fand ich den Plot echt hanebüchen. Da passieren seit dem ersten Band Morde, die angeblich nie an die Öffentlichkeit kommen bzw. nie wirklich in Ermittlungen enden. Das finde ich doch sehr unglaublich, wenn an einer Schule zunehmend junge Menschen verletzt sind oder sterben – vor allem, wenn von dieser Schule die Herrscher der Welt (was ich genauso albern fand) kommen sollen. Ich werde die weiteren drei Bände nicht lesen. Dafür gibt es zu viele zu gute Bücher. Des Weiteren las ich „Steam & Magic“, was mich als Wanderbuch erreichte. Dies Story um den Protagonisten und seine Gouvernante ist echt Zucker. Ich denke aber auch nicht, dass ich die Story weiter verfolgen werde. Bevor ich nun noch auf meine noch nicht rezensierten Monats-Hightlights eingehe, hier kurze Statements zu den Abbrüchen im April: Zunächst war da „Quasikristalle“, das ich für quasi überbewertet halte. Ich habe mich einfach sehr gelangweilt. Außerdem konnte ich leider mit „Klack“ auch nicht wirklich, obwohl mich der Klappentext und eine Rezension auf Mara’s Seite (http://buzzaldrins.wordpress.com/2013/04/22/klack-klaus-modick/) durchaus angesprochen hatten. „Emmas Geheimnis“ und „Ich schreib Dir sieben Jahre“ von Liza Balfour hatte ich beide rasch wieder zur Seite gelegt. Ich mag einfach den Stil der Autoren nicht. Weiter abgebrochen habe ich „Kommt ein Mann ins Zimmer“ (aber eher, weil ich gerade nicht in der Stimmung für das Buch war) und „Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe“ (fand ich schade, da es in Paris spielt). Mein größter Flop, der mich auch betroffen machte, war der zweite Band von Deborah Harkness „Wo die Nacht beginnt“. Das Buch war einfach langatmig und die Autorin verrannte sich in Träumereien, die immer unglaubwürdiger wurden. Somit werde ich auch Band III nicht mehr lesen. Auch abgebrochen habe ich „Der geheime Name“ – bzw. ich habe es nur quer gelesen. Ich fand die Story eigentlich ganz gut und die Sprache auch toll. Aber die Geschichte an sich war für mich zu vorhersehbar und daher las ich es recht schnell durch, fand mich bestätigt und konnte es rasch zur Seite legen.
Die persönlichen Highlights: „WIR: Psychotherapeuten“, „Peter Pan Zauberklangbuch“, „Blasmusikpop“ und „Piraten – Ein Erlebnisbuch“.
„WIR: Psychotherapeuten“ ist ein sehr kurzweiliges Buch, geschrieben von unzählig zum großen Teil sehr bekannten Psychotherapeuten, die sich über ihren Weg zur Berufung, über die Psychotherapie an sich und alles Mögliche in diesem Zusammenhang auslassen. Ich war teils überrascht, dann wieder angeregt und mir tat es gut, einen kleinen Einblick in die Psycho-Szene zu erhaschen. Nicht das ich nicht selbst dazu gehören würde, aber gerade in der Analyse herrschte viele Jahre eine umfassendes Schweigen über sich, die Methode, die Räumlichkeiten, in denen man arbeitete. So gesehen, freut es mich, dass sich hier wohl auf vielen verschiedenen Ebenen Türen beginnen zu öffnen.
Das „Peter Pan Zauberklangbuch“ wurde ja bereits auf vielen Blog und in unzähligen Vlogs besprochen. Daher sei hier nur kurz erwähnt, dass die Schwärmereien durchaus berechtigt sind. Ebenso liebevoll ist eine Reise durch das Erlebnisbuch „Piraten“. Es ist informativ und witzig aufgebaut und man kann damit die Zeit vergessen.
Zu „Blasmusikpop“ von Vea Kaiser hat Mara in ihrem Blog eine ganz wunderbare Rezension geschrieben (http://buzzaldrins.wordpress.com/2012/08/27/blasmusikpop-oder-wie-die-wissenschaft-in-die-berge-kam-vea-kaiser/). Durch Mara wurde ich auch überhaupt erst aufmerksam auf diese tolle Schriftstellerin und las nun ihren Debütroman. Ich mochte die Geschichte und die Charakteren total gerne und musste oft über die skurrilen Momente lachen. Einzig mit dem Bayerischen hatte ich hier und da dann doch so meine Probleme, konnte aber den Sinnzusammenhang in der Regel erschließen.

Die gehörten Worte:
Hörbuchtechnisch habe ich diesen Monat zum einen sehr viel gehört (an Minuten), zum anderen aber unglaublich viel aussortiert. Dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich einen ganzen Berg Hörbuch „umsonst“ bekommen hatte und es war einfach so, dass ich feststellte, dass bestimmte Schriftsteller oder auch bestimmte Leser mir eher nicht zusagen. Es handelte sich bei den abgebrochenen Büchern immer um Thriller – was aber auch daran liegt, dass ich eben Thriller als Hörbuch ganz gerne mag auf meinen langen Autofahrten zur Arbeit.
Gehört habe ich nun endlich auch „Die Landkarte der Zeit“ von Félix J. Palma gelesen von Andreas Fröhlich. Letzterer hat es auch rausgerissen – die Story fand ich nämlich ziemlich hanebüchen und ich kann ehrlich gesagt, den ganzen Rausch um diese Bücher von Palma nicht verstehen. Dennoch habe ich es, stets in der Hoffnung, es nehme noch einen besseren Verlauf, zu Ende gehört. Danach wurde ich aber mit „Die Kathedrale des Meeres“ von IIldefonso Falcone (Rezension gibt es bereits) gelesen von Wolfgang Condrus, der einfach auch genial gelesen hat. Anschließend hörte ich den zweiten Teil der Wolkenvolk Triologie von Kai Meyer „Lanze und Licht“ ebenfalls gelesen von Andreas Fröhlich – der ebenfalls wieder dazu beitrug, dass ich das Hörbuch durchhörte, denn die Geschichte konnte mich ab Band II dann doch nicht mehr allzu sehr begeistern. Ob ich Band III noch hören werde, ich habe ihn schon – weiß ich noch nicht. Dann hörte ich „Schweig still, mein Kind“ von Petra Busch, gelesen, wenn ich mich nicht irre, von Lutz Riedel. Das Hörbuch hatte es in sich. Ich war ganz gebannt von der Story, dachte mich zwar recht bald schon, wer der Mörder ist, aber die ganzen Zusammenhänge blieben mir bis zum Ende verborgen und ich war sehr überrascht, wie sich in den Schlußkapiteln dann alles zusammenfügte.
Einige Podcasts habe ich auch wieder gehört. Ich habe Phasen, da höre ich sehr viele Podcasts. Unter anderem habe ich eine Leidenschaft für die WDR5 Tischgespräche entwickelt und beim Kochen die Tage eines mit Guildo Horn gehört, was mich sehr bewegt und berührt hat.

Nun, das war mein Lesemonat im April. Im Moment lese ich „Zeit der Zikaden“, was mich von der ersten Seite an total verzaubert hat, „Schuld und Sühne“ und „Die Abenteuer des Joel Spazierer“, das mich auch sehr in den düsteren Sog des Buches zieht.
Ich höre als nächstes wohl „Matyrium“ und dann muss ich ein paar neue Bücher auswählen, die gehört werden wollen.

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4 Kommentare zu „Lesemonat April 2013

    1. Ich habe damit irgendwann begonnen, weil ich einfach den Überblick verloren habe…. *Fuß nach innen drehe und zu Boden schaue* Ich wusste manchmal nicht, ob ich das Buch nun schon gelesen oder gehört hatte oder nicht. Und das darüber schreiben, hilft mir dabei, darüber zu reflektieren und es bleibt dadurch besser hängen.

      1. Hihi, das kenne ich. Wenn ich nicht mehr sicher bin, ob ich ein Buch gelesen habe, liegt es meist daran, dass es mich nicht besonders beeindruckt hat. Und dann ist’s ja irgendwie auch wieder egal. Aber es ist mir tatsächlich schon einmal passiert, dass ich mir ein Buch zweimal gekauft habe, weil ich vergessen hatte, dass ich es schon kannte. Beim zweiten Lesen gefiel es mir etwas besser als beim ersten Mal, jedenfalls werde ich es nicht noch ein drittes Mal kaufen ; )

      2. Ich habe mir auch vor einiger Zeit ganz begeistert ein Buch gekauft, dass ich dann schon hatte…und sogar schon gelesen und sogar sehr gemocht…lächel.

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