Weltbücher

Fojodor Michailowitsch Dostojewskij – Schuld und Sühne

Diese Mammutwerk mit stolzen 1000 Seiten in meiner Ausgabe, habe ich nun über zwei Monate versucht zu lesen und mir anhand einer Sekundärliteratur von Birgit Harreß (Reclam-Verlag) zu erschließen. Versucht deshalb, weil ich mir unerwartet schwer tat.

Dostojewskij lebte von 1821-81 und veröffentlichte Schuld und Sühne als seinen Debütroman im Jahre 1866. Die Zeit, in der publizierte, deckt sich mit der des Realismus in Russland. Laut der Interpretation Harreß‘ ist aber Dostojewskij anders als Tolstoi et al. kein Realist, der dem Göttlichen abgeschworen hat und sich selbst als sich perfektionierenden Übermenschen sieht. Er glaubt daran, dass es eine göttliche Wahrheit gibt, die sich in den einzelnen Werken des Autors wiederfinden.

Schuld und Sühne – manchmal auch Verbrechen und Strafe – erzählt die Geschichte des ehemaligen Studenten Raskolnikow, der ungewollt das perfekte Verbrechen begeht, in dem er eine Frau ermordet. Ein Großteil des Buches geht es nun darum, dass Raskolnikow unter der Tat leidet und auch wieder nicht leidet, verdächtigt wird, aber nicht überführt werden kann. Letztlich gibt er ein Geständnis ab und geht in ein Straflager, in dem er seine innere Freiheit erlangt, obwohl er sie äußerlich aufgeben musste.

Mir fällt es sehr schwer, dass Buch in Form einer ausführlichen Inhaltsangabe darzustellen, da es mir unsagbar schwer viel, mich damit anzufreunden. Zu düster war es mir von Beginn an, zu abstrakt in der Tat, die begangen und erst gegen Ende hin wirklich aufgelöst wurde. Hinzu kamen die vielen, für mich sehr fremden und wenig zugänglichen russischen Namen und Eigennamen, die mich trotz eines Verzeichnisses für eben diese, verwirrten.
Ich bin selbst sehr überrascht, dass ich mit Dostojewskij allem Anschein nach überhaupt nicht warm werde, während ich Tolstois Anna Karenina verschlungen habe.
Mir bleibt nur das saloppe (Fernsehen bezogene) Fazit:
„Schwere Kost. Da esse ich lieber Milchschnitte!“

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3 Kommentare zu „Fojodor Michailowitsch Dostojewskij – Schuld und Sühne

  1. Hab’s hier im Regal stehen, die ersten 100 Seiten konsumiert, um danach feststellen zu müssen, dass es doch sehr viel Zeit – und einen freien Kopf – erfordert. Frage ist nur, wann diese Konstellation zukünftig auftreten wird. Aber irgendwann packe auch ich’s 😉

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