Gedankenort

Kinderbuchklassiker

Ich habe gerade über Kinderbuchklassiker nachgedacht und mich noch einmal in meine Kindheit zurückversetzt. Wie schon in meinem „Über mich“ erwähnt, war ich als Kind kein großer Leser. Das meiste entdeckte ich erst später. Aber was ich als Kind gelesen habe waren alle Bände von Hanni und Nanni. Die gab es nämlich als alte, zerlesene Exemplare in einer alten Kommode bei meiner Großmutter. Hanni und Nanni hatte mich sehr fasziniert. Besonders hatte es mir die Mitternachtspartys angetan, die heimlich stattfanden und manchmal von Mammsell unterbrochen wurden. Ich konnte mich in diesen Büchern damals verlieren und es verwundert daher nicht, dass ich Jahre später, noch vor dem ganzen Hype, Harry Potter verfiel.
Wie sieht es aus? Hat jemand von Euch Hanni und Nanni gelesen? Was habt ihr von der Geschichte in besonderer Erinnerung?

Auch erinnern kann ich mich an eine ganz alte Ausgabe mit Grimms Märchen, die ebenfalls in der Kommode meiner Großmutter lag. Gepaart mit vielen alten Vinyl-Platten. Von diesen hatten es mir vor allem zwei angetan. Eine erzählte die Geschichte vom Blauen Licht, die mich als Kind zugleich gruselte und faszinierte. Dann gab es noch die Geschichte um Schneck aus einem Märchen von Andersen, die ich total liebte und immer wieder hörte. Insgesamt habe ich in meiner Kindheit v.a. Andersen Märchen gehört. Was überrascht, da es ja eigentlich keine Kindermärchen, sondern Kunstmärchen sind, die eher für Erwachsene gedacht sind. Was habe ich Tränen vergossen! Märchen um Märchen!
Da war zum Beispiel noch das Märchen „Die Blumen der kleinen Ida“ (ebenfalls von Andersen) oder „Der standhafte Zinnsoldat“. Von den Grimmsmärchen liebte neben dem Blauen Licht, Schneeweißchen und Rosenrot sowie Brüderchen und Schwesterchen. Auch so tränenreiche Märchen. Seufz.

Doch zurück zu den Kinderbuchklassikern. Wie erwähnt, las ich einige dann erst später, da ich mit dem Lesen erst so mit 14 Jahren wirklich eine Leidenschaft entdeckte, die ab dann große Ausmaße annahm. Wie erwähnt las ich mich zunächst durch die Welt Wolfgang und Heike Hohlsbeins, die noch heute zwei volle Reihe in unserer Bibliothek bewohnen. Noch habe ich gar nicht alle Bände von ihnen gelesen. Vielleicht werde ich im Rahmen meines „Reading from Home“ ja dazu kommen.
An Kinderbüchern las ich damals dann erstmals „Die unendliche Geschichte“, die mich total in ihren Bann zog und ich benannte direkt meinen ersten Computer, den ich danach von meinen Eltern zu Weihnachten bekam, nach Bastian Balthasar Bux. Mein derzeitiges Auto heißt Fuchur. *lächel*
Nach Michael Endes Meisterwerk las ich „Ronja Räubertochter“, deren Schrei ich dann direkt im Wald erproben musste und jedem nur noch ein „Scher dich zum Donnerdrummel!“ nachwarf.
Irgendwann entdeckte ich dann den „Krabat“ und „Die kleine Hexe“ Preußlers. „Krabat“ ist bis heute eines meiner Lieblingswerke.
Viele Werke gingen allerdings völlig an mir vorbei. Ich kenne viele der Kinderbuchklassiker gar nicht. Sowas wie „das Sams“ kenn ich nur aus Erzählungen oder den Karlson vom Dach nur aus dem Fernsehen. Auch Pipi und Michel kenne ich nur aus dem Fernsehen und fand später die Bücher um Pipi nicht so lustig, wie die Filme es für mich waren.

Und zu guter letzt: mein Lieblingskinderbilderbuch war damals „Wo die wilden Kerle wohnen“ – oh habe ich das geliebt und dann nachts immer geträumt, solche Abenteuer zu erleben! Und jetzt seid Ihr dran! Erzählt mir von Euren Kinderbucherlebnissen!

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18 Kommentare zu „Kinderbuchklassiker

  1. Krabat hab ich als Erwachsene gelesen und ansonsten habe ich wirklich – außer den Märchen und natürlich Potter – kein einziges Deiner aufgelisteten Bücher gelesen oO Da ist wohl Nachholbedarf 😉

    Als Kind habe ich die „Zauberer der Smaragdenstadt“ geliebt und die Reihe gesammelt und jedes Buch bestimmt 10 Mal gelesen. Genauso wie das Buch „Die Höhle der weißen Wölfin“ und natürlich „Nesthäckchen“ Das waren wunderbare Geschichten.

    1. Dafür kenne ich, abgesehen von „Nesthäckchen“ keines Deiner genannten Bücher. *lächel* Annemie mochte ich aber auch sehr. Allerdings v.a. als Verfilmung dieser bürgerlichen Familie mit dem strengen, doch nicht strengen Arztvater und der wenig emotionalen Mutter.

      1. Also die Reihe zum Zauberer der Smaragdenstadt von Alexander Wolkow kann ich nur empfehlen! Ist halt das Märchen von Oz. Wirklich bezaundernd gemacht und halt noch mehr, da es ja eine Reihe ist.

  2. Jaaaa, die Mitternachtspartys! Herrlich : ) Ich habe die Serie auch gern gelesen. Und weitere Bücher von Enid Blyton, etwa die Fünf-Freunde-Serie. Die Andersen-Märchen mochte ich auch lieber als die Grimmschen. Ansonsten las ich außer vielen Kinder- und Jugendbüchern auch „ganz normale“ Bücher, die für Erwachsene gedacht waren. Und ich hatte nie das Gefühl, etwas nicht zu verstehen. Die Kinder- und Jugendbücher waren mir dagegen eher mal langweilig. Außer natürlich Bücher wie „Die unendliche Geschichte“, da war ich aber schon älter, als ich es zum ersten Mal las … Liebe Grüße
    Petra

    1. Wir – meine Cousine und ich – sind gleich alt und haben uns dann auch direkt als Hanni (sie) und Nanni (ich) bezeichnet und berüchtigte Mitternachtspartys im Bett unserer Großmutter gefeiert. Hihi.
      Von Blyton mochte ich die Fünf Freunde auch sehr. Allerdings war ich v.a. später ein großer Fan der Burg Schreckenstein von Oliver Hassencamp.

  3. Ein schöner Beitrag, der bei mir wiederum schöne Erinnerungen weckt, auch wenn mir die meisten, der von Dir erwähnten Bücher, in Kindertagen lediglich vorgelesen wurden – ist aber auch sehr schön und man verbringt Zeit mit den Eltern, die mir ebenfalls in guter Erinnerung bleibt.
    Die alten Ausgaben von „Hanni und Nanni“ habe ich als Kind zwar auch gelesen, ganz verrückt war ich allerdings nach der Gänsehaut-Reihe von R.L. Stine. Mittlerweile mag ich Horror gar nicht mehr lesen, wie sich der Lesegeschmack im Laufe der Jahre so wandelt 😉

    LG, Katarina 🙂

    1. Liebe Katarina,
      ich muss gestehen, die Gänsehaut-Reihe kenne ich so gar nicht, und werde nun erst einmal nach ihr suchen gehen, um meine Wissenslücke zu schließen. Danke, für den Hinweis.

      1. Ob man diese Bücher so unbedingt kennen muss, ist die Frage. Aber als Kind habe ich sie genossen und ein Buch nach dem anderen verschlungen. Und dabei war ich damals gar nicht unbedingt so eine fleißige Leserin wie ich es heute bin.

        LG, Katarina 🙂

      2. Ich mochte die Gänsehaut-Reihe als Kind auch sehr gern! Die war toll und spannend. Aber aus heutiger sicht vielleicht für Erwachsene nicht unbedingt was? 😉

        Mittlerweile mag ich aber auch keinen Horror/Grusel mehr.

    2. Nun, ich habe mal geschaut. iIch kenne diese Reihe wirklich überhaupt nicht. Sie klingt aber in der Tat witzig, so dass ich mal schauen werde, ob es sie in der Stadtbib gibt, um näher reinzustöbern. Der große Foxbooks Superstore hat nämlich keine Leseprobe.

  4. Mal eine Frage OOT:

    Wie hast Du die Kategorien bei Bücher untergeordnet? Wenn ich das im Menü unter „Kategorien“ dann bei „übergeordnet“ eine angebe, dann seh ich das zwar im Menü, aber im Blog nicht o.o

      1. Lach, ich habs gefunden 😉

        Ich meinte, wie Du das bei Dir hinbekommen hast, denn ich hatte es auf meinem Blog nicht geschafft.
        Ich musste aber nur im Widget anklicken, dass es Unterkategorien anzeigt. Darauf wär ich mein Lebtag nicht gekommen 😉

      2. Na, dann bin ich ja froh, dass sich das geklärt hat. Ich weiß nämlich gar nicht mehr, wie ich das hinbekommen habe…. O.o

  5. Das ist aber schön, dass du an Kinderbuchklassiker erinnerst. „Hanni und Nanni“ kenne ich nur von meiner Schwester, als Junge las man nicht „son Mädchenkram“ 😉 Ich bin damals sehr auf Astrid Lindgren abgefahren, Pipi Langstrumpf und die die Streiche von Karlson fand ich toll. Das liegt wohl daran, dass ich länger in Schweden gelebt habe, wo auch jeder Nils Holgersons Reise auf dem Schwan gelesen hat. Von den deutschen Kinderbüchern las ich „Pünkchen und Anton“, „Das doppelte Lottchen“, „Emilund die Detektive“ und sonst die Märchen H.C. Andersen. Die Grimms Märchen fand ich nicht so spannend.
    Liebe Grüße von der sonnigen Küste Nord Norfolks
    Klausbernd

    1. Lieber Klausbernd,
      ja, die Märchen von Andersen hatten es mir auch deutlich mehr angetan, als die Grimmschen.

      „Das doppelte Lottchen“ habe ich sehr geliebt, ebenso Nils Holgerson.
      Herzlichst B.ee

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