Buchversammlung

Robin Sloan – Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Auf dieses Buch bin ich durch den Youtube Channel von Chocolatpony gestoßen, die ihre neue, englische Ausgabe dort so lobte (okay, wegen dem Cover; sie hatte es noch nicht gelesen). Ich stöberte beim Verlag und anschließend bei audible. Der Klappentext und die Hörprobe konnte mich überzeugen und so wanderte das Buch in meinen Warenkorb.

Clay Jannon ein arbeitsloser Webdesigner bekommt eine Stelle in einer 24-Stunden-Buchhandlung, Mr. Penumbra, einem alten, merkwürdigen Mann gehört. Clay übernimmt von diesem Zeitpunkt an die Nachtschicht und erhält den Auftrag, jeden der sich aus der Leihbibliothek, die es im hinteren Teil der Buchhundlung gibt, genau anzuschauen und alles in einem Logbuch zu notieren. Clay findet seine Aufgabe zwar ebenso merkwürdig wie seinen Chef, beschwert sich aber nicht und geht seiner Arbeit nach. Aber dann stellt Clay mit zunehmendem Interesse fest, dass diese bibliophilen Bücherleiher auf der Suche nach einem Geheimnis sind, das sie in den Bücher vermuten, die sie systematisch auszuleihen scheinen. Clays Interesse ist geweckt und zusammen mit seiner Freundin Kat, die bei Google arbeitet, und seinem besten Freund Neel macht er sich daran, das Geheimnis zu lüften. Bald schon unterstützt ihn auch Mr. Penumbra selbst bei dem Vorhaben, da er glaubt, das Kat und ihr allmächtiges Google-Imperium ihm helfen können, das Geheimnis zu lüften. Dann beginnt ein Spagat zwischen den Anfängen des Buchdrucks und alten Bücherliebhabern und der modernen Google-Welt, voller innovativer Ideen und Skrupelosigkeit.

Ich habe mich von dem Buch unglaublich gut unterhalten gefühlt. Sicherlich hat der Leser Roland Wolf dazu beigetragen. Er las den ich-erzählenden Clay voller Hingabe.

Die Allmachtsphantasien, die in dem Buch über Google niedergeschrieben wurden, haben mich zum Teil echt nachdenklich gemacht und ich muss gestehen, würde auch nur ein Teil davon, was hier parodiert wurde stimmen, würde ich mich sehr gruseln…

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was wir von dem 1979 in Detroit geborenen Robin Sloan nach seinem Debüt noch hören werden.

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8 Kommentare zu „Robin Sloan – Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

  1. Mir gefiel der Titel ebenso. Der Hauptcharakter war mir echt symphatisch: ein stets neugieriger Querdenker. 🙂 Und natürlich all die Kontraste: Geheimnisse und Entschlüsselung, alte Buchhandlung vs. Medienkonzern, Verbohrtheit gegenüber Offenheit … Irgendwie auch ein bisschen verrückt das Ganze.

    1. Liebe Katrin,
      Ja verrückt ist auch ein passendes Adjektiv für das Buch!

      Manchmal wurde es mir etwas zu abgedreht, aber die Charakteren mochte ich sehr (bis auf diese Tussi, die dann bei Google so Karriere machte).

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