Buchversammlung · Buchwunder

Elizabeth Kostova – Die Schwanendiebe

Noch ein SUB-Abbau-Buch: Schwanendiebe. Und wieder eines, bei dem ich jetzt wieder weiß, warum ich es unbedingt haben wollte. Als „Der Historiker“ von Kostova erschien, war ich damals Feuer und Flamme von dieser Autorin und fieberte regelrecht dem Erscheinen eines weiteren Buches entgegen. Dann hatte ich es endlich da und las tausend andere Bücher… Nun, jetzt habe ich es gelesen. Und ich bin wieder hin und weg. Gut, es gibt ein paar Längen mehr als im Erstling aber trotzdem hat mich Kostova vor allem sprachlich wieder überzeugt.

Sicherlich trug der Umstand, dass der Protagonist Marlow Psychiater ist, dazu bei, dass ich von Anfang an am Ball blieb und meinen imaginären Kollegen natürlich nicht im Stich lassen konnte. *zwinker*

Nun, das Buch beginnt, indem ein Mann namens Robert Oliver in einem Museum ein Gemälde mit einem Messer attackiert. Er ist völlig aufgelöst, redet aber kaum. Daher weist man ihn in die Psychiatrie ein und Andrew Marlow übernimmt nach einger Zeit den Fall. Doch auch er ist ratlos. Bis auf wenige Sätze zu Beginn der Einweisung in Marlows Klinik, redet Oliver kein Wort und der Psychiater steht vor einem Rätsel. In seiner Not lehnt er sich weit aus dem Fenster und beginnt Kontakt zur geschiedenen Frau Olivers aufzunehmen und später auch zu seiner Geliebten. Die beiden erzählen ihm eine Geschichte, die von einer zunehmenden Besessenheit zeugt. Einer künsterlichen Besessenheit um das Gemälde einer Frau, die er immer wieder malt. Über Jahre. Die tiefe Auseinandersetzung mit dieser Frau lässt seine realen Beziehungen scheitern. Doch Oliver ist wie in einem düsteren Rausch und kann nicht von der Frau ablassen. Hier wird mir nicht so ganz klar, ob er wirklich etwas psychotisches hat oder ob es sich um eine bipolare Störung mit psychotischen Anteilen handelt, da er zwischen Depression und Manie zu schwanken scheint.

Nun, auf jeden Fall lässt Marlow, selbst in seiner Freizeit Maler, nicht locker. Er beginnt sich auf die Suche nach der Frau zu machen, die von Oliver Besitz ergriffen hat. Und dabei gerät er in eine Geschichte aus Intrigen, Kunst und unglücklicher Liebe, die spannend ist und voller Überraschungen steckt.

Von der Thematik her hat mir der „Der Historiker“ zwar besser gefallen. Dennoch gehört „Die Schwanendiebe“ zu meinen bisherigen Highlights 2014.

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3 Kommentare zu „Elizabeth Kostova – Die Schwanendiebe

  1. Danke für diese schöne Besprechung – ich habe den Historiker vor etlichen Jahren unheimlich gerne gelesen und damals sehr auf ein anderes Buch hingefiebert, doch irgendwie habe ich es mir dann doch nie gekauft. Danke dafür, dass du es mir auf diesem Wege doch noch mal in Erinnerung rufst. 🙂

    1. Liebe Mara,
      ähnlich ging es mir mit „Jonathan Strange & Mr. Norrell“ von Susanna Clarke. Da wollte ich auch unbedingt ein weiteres Werk von ihr haben und nun steht „Die Damen von Grace Adieu“ ungelesen seit Ewigkeiten im Regal. Das sollte ich demnächst mal ändern.
      Herzches Mina

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