Buchwunder · Hörbuchkristalle

[Rezension] Deborah Harkness – Die Seelen der Nacht

Deborah Harkness wurde 1965 in Amerika geboren. Sie selbst studierte in den Bibliotheken „Bodleain Library“ (Oxford) und in der wundervollen „All Souls Library“ des All Souls College in Oxford, die auch beide in ihren Büchern eine wichtige Rolle spielen. Außerdem schreibt sie auf einem Blog über Weine, die, wie jeder weiß, der den ersten Band „Die Seelen der Nacht“ bereits las, für Matthews einen besonderen Genuß darstellen.

Band I der mehrbändigen – ich weiß nicht genau, wie viele Bände es geben wird – Reihe um die Hexe Dr. Diana Bishop und dem Vampiren Professor Matthew de Clermont beginnt im Oxford der heutigen Zeit. Diana ist Historikerin und Hexe. Letzteres vergisst sie jedoch gerne. Sie möchte keine Hexe sein und nutzt meist auch ihre Fähigkeiten nicht. Sie arbeitet als gefragte Wissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Alchemie“. Eines Tages bestellt sie aus dem Magazin der Bodleain Library ein Buch mit dem Titel „Ashmole 782“. Schon als es auf ihrem Arbeitstisch liegt, spürt Diana die Magie, die das Buch ausstrahlt. Sie öffnet es und entdeckt, dass das Buch so verhext ist, dass man den eigentlichen Inhalt nicht lesen kann. Sie macht sich einige Notizen zu dem Buch und gibt es zurück ins Magazin. Plötzlich tummeln sich zunehmend Hexen, Vampire und Dämonen in der Bibliothek, was Diana verwundert feststellt, jedoch nicht mit dem Buch in Verbindung bringt. Einer, der neuen magischen Wesen, die plötzlich sehr viel Zeit in der Bibliothek verbringen, ist Professor Matthew de Clermont. Er, ähnlich wie alle anderen, ist an dem Buch interessiert, das Diana so unbedarft aus dem Archiv bestellte. Es stellt sich im Kontakt mit Matthew heraus, dass das Buch eigentlich seit vielen Jahrzehnten als verschollen gilt und niemand in der Lage war, es zu finden, geschweige denn zu lesen. Diana ist von all dem wenig beeindruckt und möchte nicht näher mit dem magischen Treiben um sie behelligt werden. Allerdings stellt sich dann heraus, dass sie eine ganz besondere Rolle in der Geschichte um „Ashmole 782“ haben wird…

Neben dem Plot geht es natürlich, wie sollte es anders bei meinen „Verschling“-Büchern sein – um romantische, verbotene Liebe. Ich weiß selbst nicht so genau, warum mich solche Geschichten immerzu packen. Ich finde es einfach immer spannend und so mutig, dass es dann doch immer irgendwie klappt und sie alle so viel Selbstbewußtsein haben, sich für den eigenen Weg und die Liebe zu entscheiden, selbst wenn es „Welten“ zerstört. Natürlich sind das Romane und keine Realität…

Auf jeden Fall ist die Beziehung, die sich langsam zwischen Matthew und Diana entwickelt irgendwie leise und sacht. Das hat mir gut gefallen. Auch geht es in deren Kontakt um viel Sinnlichkeit, die sich nicht auf der körperlichen Ebene zwischen ihnen abspielt, sondern in den Schilderungen über Bücher, Weine, Essen…das ist sehr toll zu lesen.

Ich fand den Roman auch nicht vergleichbar mit den auf mich sehr abgedroschen wirkenden Romanen um Vampire, die den Markt überschwemmen. Viel mehr erinnerte er mich ein bißchen an eine Mischung aus „Der Historiker“ und den „Chroniken der Vampire“ von Anne Rice.
Die anderen Charakteren, die in dem Roman eine Rolle spielen sind gleichfalls gut ausgearbeitet und es hat einfach Spaß gemacht, diesen fast 800 Seiten Wälzer in drei Tagen zu verschlingen. Erfreulicherweise lese ich nun gerade Band II.

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3 Kommentare zu „[Rezension] Deborah Harkness – Die Seelen der Nacht

  1. Oh ich muss dieses Buch auch mal lesen. Das habe ich vor über einem Jahr geschenkt bekommen, aber ich trau mich irgendwie nicht mehr so sehr an diese Wälzer heran, wie ich es früher getan habe. :/

    1. Ich finde es eigentlich gar nicht so dick. Wenn ich mir „Das Mädchen, das den Himmel berührte“ anschaue, das hier liegt oder „Das achte Leben“, ist Harkness ein schmales Bändchen. 🙂
      Und es liest sich echt schnell weg. Uuuuuunnnnd die Charakteren sind wirklich toll!

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