Ihr Lieben!

Ich wollte Euch ja von meinen „Flop“-Büchern der letzten Monate berichten.

Ich möchte aber dazu vorab sagen, dass ich es immer wichtig finde vor Augen zu haben, dass Bücher, die mir absolut gar nicht gefielen, aus welchen Gründen auch immer, anderen sehr gut gefallen können. Mir geht es hier nicht darum, Romane oder deren Autoren zu zerreißen. Ich möchte einfach für mich und für Euch einmal kurz festhalten, was mich nicht überzeugen konnte. Jeder möge sich aber selbst eine Meinung bilden, oder hat das vielleicht sogar schon getan.

Zuerst fallen mir gleich zwei Romane ein, die ich vor kurzem angelesen, aber nicht beendet hatte. Eines der Bücher, „Das Haus der vergessenen Bücher“ von Christopher Morley aus dem Atlantik Verlag, las ich im Rahmen meiner Hoffmann und Campe Reihe. Zu Beginn las ich es noch mit großem Interesse, hatte ich doch viel gutes darüber gehört – und es las sich flott und amüsierte mich. Aber leider verlor sich dieses amüsierte Lesen recht bald. Ich fand die Dialoge sich wiederholend und wenig interessant, die Geschichte konnte mich letztlich nicht einfangen. Außerdem in diesem Monat begonnen und nicht beendet wurde „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern. Lange stand das Buch auf meiner Wunschliste und ich kann auch nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch sei. Nur, ich fand es komisch, dass ich es so schnell vergaß. Ich war schon in der Geschichte drinnen, aber als ich es zur Seite legte, habe ich es sofort komplett vergessen. Es ist mir nur wieder aufgefallen, als ich es der Bücherei zurückgeben musste. Ich glaube, so etwas ist mir bei einem Buch noch nie passiert.

Weitere Werke, die mir rein sprachlich nicht zusagten und die ich daher auch relativ schnell abbrach, waren: „Der Teufelsfürst“ von Silvia Stolzenburg, „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ von Gavin Extence, „Die Frauen der Familie Belle“ von Paula Wall, „Wir sind doch Schwestern“ von Anne Gesthuysen und „Dark Wonderland. Herzkönigin“ von A.G. Howard.

Zu kindlich geschrieben waren für mich „Wen der Rabe ruft“ von Meggie Stiefvater (wobei ich auch einräumen musst, dass ich bisher kein Buch von ihr passend für mich fand) sowie „Zweilicht“ von Nina Blazon.

Meine größte Enttäuschung jedoch war „Honigtot“ von Hanni Münzer. Ich las zu Beginn des Jahres die eBook-Ausgabe, die es, glaube ich kostenlos, bei Amazon gab. Ich las sogar recht weit in dem Buch, da es ja so hoch gelobt wurde. Aber ich muss gestehen, dass ich zunehmend dachte: „So liest sich also ein Buch, das niemals durch ein Lektorat ging.“ Ich hatte den Eindruck, dass es immer wieder unerwartete Sprünge zwischen den Kapiteln gab, die keinen Sinn ergaben. Gedanken wurden nicht ausgeführt, sondern nur teilweise wiedergegeben, als seien sie innerlich weiter assoziiert, aber nicht zu Papier gebracht worden. Ich gab dem Buch lange eine Chance, da ich die Geschichte durchaus lesenwert fand. Doch irgendwann fand ich es als Leserin nicht mehr tragbar und beendete das Buch vorzeitig.

Insgesamt habe ich also dieses Jahr schon zehn Bücher abgebrochen. Das sind immerhin zwei pro Monat. Intressant daran ist auch, dass es alles Bücher waren, die mir empfohlen wurden. Keines davon hätte ich herausgesucht bzw. ich wäre beim Vorbeigehen in einer Buchhandlung nicht daran hängen geblieben. Vielleicht ist das ja ein wichtiger Hinweis für mich, wie ich weitere zwei Bücherabbrüche pro Monat vermeiden könnte…. *lächel* Nein, sicher nicht. Ich finde Buchempfehlungen wichtig und sicherlich haben mir schon sehr viele empfohlene Bücher gefallen (Das achte Leben, Die Pfaueninsel, Saeculum, …). Ich bin einfach interessiert daran, zu schauen, wie es sich weiter entwickeln wird.

So, und nun kommen wirklich wieder Rezensionen!

Grüße aus dem dunkel werdenden Wald,

Mina