Gedankenort

Lese-Unmut

Am Mittwoch war ich mit etwas Frust in meiner Lieblingsbuchhandlung Schmökerstube in unserem kleinen Örtchen Roßdorf gelandet. Ich wusste einfach nicht, was ich lesen soll. Nichts sprang mich die letzten Tage wirklich an. Ein schreckliches Gefühl. Zwar lese ich derzeit „Der Besucher“ von Sarah Waters aus dem Bastei Lübbe Verlag und finde es auch nicht schlecht, aber so richtig gepackt hat es mich letztlich noch nicht.

Nun bin ich bestückt mit drei neuen Büchern nach Hause gekommen, die ich mir ohne die Erzählungen von Bärbel Waldeyer niemals nicht gekauft hätte – weil mir a) das Cover nicht gefallen hätte, b) mir die Titel nicht zugesagt hätten und mich c) auf einem der Bücher der Aufkleber Spiegel Bestseller abgeschreckt hätte! Nun habe ich aber dank ihr in alle drei Bücher hineingelesen und bin wirklich gespannt, wie sie jeweils weitergehen werden.

Als erstes werde ich mir wohl das viel gerühmte Buch „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker aus dem Hause Piper zu Gemüte führen.

Klappentext:
„Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.“

Harry Quebert

Welches der beiden anderen ich danach lesen werde, weiß ich noch nicht. Bei den beiden handelt es sich um:

Lisa Zeidners „Die falsche Braut“ aus dem Suhrkamp Verlag

Klappentext:
„In ihrem Elternhaus in einer Kleinstadt in New Jersey will Tess ihre Hochzeit feiern. Ganz bescheiden, ganz familiär, ohne weißen Satin, in einem einfachen, taillierten dunkelblauen Cocktailkleid. Helen, ihre Mutter, gerät in helle Aufregung, wenn sie an die Gäste denkt: die schwarzafrikanische Verwandtschaft des Bräutigams, sich bekriegende Exfrauen, eifersüchtige Gespielinnen, schreiende Babys – und viel zu viele Psychiater. Aber der Überraschungsgast steht nicht auf der Liste: eine junge Frau in einem Hochzeitskleid aus weißem Satin, komplett mit Schleier. Sie trägt eine Gasmaske, und sie ist bewaffnet. Während Mutter Helen die Nerven behält und Kontakt zu der Geiselnehmerin aufnimmt, wächst die Anspannung unter den übrigen Gästen. Bin ich gemeint? Und sie beginnen ihre Lebensgeschichten zu beichten, in denen die Unbekannte, die sie da in Schach hält, eine Rolle gespielt haben könnte. Aber dann trifft das Überfallkommando ein und mit ihm Sergeant McCormick – auf den die »Terroristin aus Liebe« es abgesehen zu haben scheint.“

Und um

Gary Shteyngarts „Super Sad True Love Story“ aus dem rowholt Verlag

Klappentext:
„Lenny Abramov träumt vom ewigen Leben, von seinen Büchern und von Eunice Park, einer viel jüngeren koreanischstämmigen Amerikanerin, die Gift für ihn ist: konsumversessen, abgebrüht, gewitzt. Eine tragikomische Liebesgeschichte bahnt sich an — frei nach Tschechow und Tolstoi erzählt. Denn die Liebenden leben in einem zunehmend bedrohlichen und bedrohten Land.“

braut und love

 

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9 Kommentare zu „Lese-Unmut

  1. Guten Morgen,
    “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” hat mich im 2. Anlauf so richtig packen können. Ich wünsch dir viel Spaß beim Lesen.
    Liebe Grüße,
    Petra

    1. Liebe Petra,
      das klingt gut, auch wenn ein zweiter Anlauf dazu nötig war. 🙂
      An mir wäre das Buch ja gänzlich vorbei gegangen, hätte mir nicht die Buchhändlerin es so wärmstens empfohlen. Und: in der Schmökerstube ist ein Café integriert. Ich saß dort und stöberte in dem Buch, als eine weitere Kundin kam und mitbekam, dass ich mit dem Buch beschäftigt war. Sie kam dann sogleich aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. *lächel* Da musste es gekauft werden.
      Im Moment bin ich erst an der Stelle, an der Goldman auf Nolas Vater trifft. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird!

      Liebe Grüße und wunderfeinen Sonntag,
      Mina

  2. Liebe Mina,

    diesen Lese-Unmut kenne ich auch ab und an. Ich hoffe, dass du mit deinen drei neuen Büchern Glück hast und den Unmut bekämpfen wirst. “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” habe ich auch sehr gerne gelesen und in positiver Erinnerung.

    Liebe Grüße
    Mara

    1. Liebe Mara,
      noch jemand, der das Buch schon vor mir entdeckt hat! Ich weiß nicht so recht, warum es so gänzlich an mir vorüber gegangen war. Vielleicht wirklich, weil ich nicht so oft auf die Bestsellerlisten schaue? Oder doch, weil mir das Cover nicht gefiel?

      Auf jeden Fall wünsche ich Dir, dass Du nicht in allzu ferner Zukunft vom Lese-Unmut befallen werden wirst, da ja ab dem 20. August Euer tolles Buchpreisblogger-Abenteuer losgehen wird.

      Herzlichst,
      Mina

    1. Meine liebe Petra,
      wieso habt Ihr den alle gelesen und ich habe nie zuvor von ihm gehört?!? Das gibt es ja nicht!
      Bisher finde ich ihn oberklasse und freue mich schon auf mein späteres „Bett und Buch“! Liebe Grüße,
      Mina

      1. Ah, schöön! Ich hatte damals bei Mara (glaube ich) die Empfehlung gelesen & eine Freundin von mir war auch ganz begeistert von dem Buch. Als mir dann nach einem guten Schmöker war, fiel er mir in der Buchhandlung gleich ins Auge : ) Viel Spaß noch damit & spannende Unterhaltung : )

  3. Liebe Mina, jetzt musste ich auch gleich mal bei dir vorbeistöbern. Super Sad True Love Story liegt bei mir zum Verschenken rum, leider hat es mich nicht vom Hocker gerissen 🙂 Ich schlage vor, du kommst mal hier vorbei, ich hab Unmengen an Büchern zu verschenken!
    Kennst du Tauschticket.de, nutze ich am liebsten für den Büchernachschub!
    Liebe Grüße,
    Lena

    1. Liebe Lena,
      da danke ich Dir aber sehr für Deinen direkten Gegenbesuch!
      Zu „Super Sad True Love Stroy“ kann ich noch gar nichts sagen. Ich hänge im Moment bei „Harry Quebert“ fest und bin mir noch unschlüssig, ob es mich weniger packt, weil mich die Hitze so in die Knie zwingt oder ob ich es auch einfach nicht soooo gut finde. Anfangs war es ein absoluter Pageturner, wie man so schön sagt, aber inzwischen möchte ich noch wissen, wie es ausgeht, jedoch könnte es etwas schneller zum Ende kommen. 🙂

      Ohhhhh, da muss ich aber wirklich mal vorbei kommen. 🙂
      Tauschticket habe ich mal genutzt. Ist aber langer her. Für mich immer etwas zu zeitaufwendig. Ich gebe meine Bücher meist in den öffentlichen Bücherschrank.
      Bis ganz bald,

      Mina

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