Gedankenort

Ratlos ins Jahr 2017

Ihr Lieben,

ich bin derzeit ein wenig ratlos, wie es hier weitergehen soll…

Diesen Satz liest man immer wieder auf verschiedenen Blogs und vor allem zum Jahreswechsel bzw. zum Jahresbeginn scheinen sich Überlegungen bzgl. des Weiterführens des Blogs, Youtube-Kanals oder ähnlichem zu häufen. Und dieses Mal betrifft es auch Aigantaigh.

Es geht gar nicht so sehr darum, hier nicht mehr weiter schreiben zu wollen. Es ist viel mehr eine Content-Frage. Das Format „Blog“ gefällt mir immer noch ganz gut. Auch wenn ich ab und an mit einem Wechsel zu BookTube liebäugle. Doch inhaltlich macht mir das alles hier keine Freude mehr. Mich langweilt es, Rezensionen zu schreiben (drei kommen auf jeden Fall noch, da es sich hierbei um Rezensionexemplare handelt), von den Wrap-ups etc. habe ich ja noch nie wirklich viel gehalten.

Tiefgreifendere oder Themen übergreifendere Beiträge würden mir gefallen. Hauptsächlich fehlt mir dazu aber im Moment die zündende Idee. Ich bin auf der Suche. Habe aber noch nichts wirklich gefunden.

Ich hatte überlegt, ob Interviews einen Content-Bereich abbilden könnten, der mir Freude macht und Euch interessieren könnte. Aber so wirklich gepackt hat mich die Idee nicht. Zumal ich durch den Folk-Blog, an dem ich mal einige Zeit mitarbeitete, feststellen musste, wie aufwendig es ist, Interviews niederzuschreiben… Gut, ich könnte Fragebögen verschicken und beantworten lassen. Aber das reizt mich so gar nicht…

Vielleicht Buchzusammenstellungen zu verschiedenen Themenbereichen, die mich interessieren und  Euch auch ansprechen könnten. Aber auch da fehlte mir bisher die zündende Idee.

Es ist wie verhext.

Habt Ihr Anregungen?

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18 Kommentare zu „Ratlos ins Jahr 2017

  1. Ich kenne das, liebe Mina. Genauso geht es mir auch. Aber ich denke, meine Ideen werden gerade durch Stress völlig ausgebremst. Ich gehe auf dem Zahnfleisch und haderte schon mit mir, den Blog einfach zu löschen. Ende. Delete.

    Wenn du Anregungen gefunden hast, gib mir Bescheid. Der typische „Lass dir einfach Zeit“-Tipp hilft nicht mehr wirklich,

    Liebe & ebenso ratlose Grüße
    Sandra

    1. Liebe Sandra,
      ich hoffe, dass Deine Stressphase bald endlich ein Ende finden wird! Das wünsche ich Euch allen ganz arg!

      Ja, es ist recht verhext zur Zeit. Weder das „lass dir einfach Zeit“ hilft, noch das Erleben, dass es anderen genauso geht. Nichts ist davon wirklich Trost. An „löschen“ dachte ich noch nicht, aber an „aufhören“. Irgendwas muss passieren, sonst ist es echt rum…
      Wenn mir Ideen kommen, werde ich berichten!
      Danke für Deine Rückmeldung,
      Mina

      1. Vielleicht würde dir eine Blogpause helfen und du machst dir einige Notizen, was für Ideen du hast und durchführen möchtest?

        LG und ich hoffe, du findest den für dich passenden Dreh.

      2. Liebe Rabin!
        Ich fühle mich schon die ganze Zeit als sei ich im Pausenmodus. Es kommt ja kaum noch was. Dieser Zustand fühlt sich aber nicht länger gut an, auch wenn ich mir den Raum für ein Päuschen bewusst und gerne genommen habe, um zu schauen, was sich in mir regt…

        Ideen sammeln sich ja nun der Göttin sei Dank wieder!
        Liebe Grüße,
        Mina

  2. Liebe Mina,

    ich verstehe dich gut.
    Zwar hat mich diese Frage nie so extrem erdrückt, aber auch mir machte es irgendwann keinen Spaß mehr, Gedanken zu Büchern nur in Form der Rezensionen zu veröffentlichen. Ich habe für mich persönlich dann die Form des Lesetagebuchs und des gemeinsamen Lesens entdeckt. Außerdem hat es mir viel Spaß gemacht, letzten Herbst die Hörbuch- und Hörspieltipps für den Winter zusammenzustellen. Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich so eine Rubrik dauerhaft integrieren könnte und ob es dauerhaft auch Leser gefallen würde (wobei es letztlich MEIN Blog ist und ich auch dann etwas veröffentliche, wenn ich weiß, dass es kein großer Lesermagnet wird)…

    Mit Interviews hast du Recht: Sie machen eine Menge Arbeit! Selbst wenn du nur Fragebögen verschickst, ist es mit Copy and Paste nicht getan, weil auch die Formatierung je nach Interviewlänge aufwändig werden kann. Hinzu kommen Korrekturlesen (Tipp- und andere Fehler, die auch vor Autoren nicht immer Halt machen), Klärung eventuell noch offener Fragen… Aus Sicht der Interviewleserin habe ich zudem gemerkt, dass ich zwar gerne Interviews lese, aber nach 2-3 Interviews pro Monat reicht es mir damit auch, da man an einem Interview i.d.R. doch länger liest als an einer Rezension.

    Was ich in letzter Zeit immer wieder gern gelesen habe, waren Reiseberichte von Lesern, z.B. Berichte über historische Orte der Literatur oder Ausflüge in beeindruckende Bibliotheken. Aber nicht jeder ist ständig auf Reisen.

    Gefallen hat mir auch, als Mona vom Tintenhain über die Krabat-Legende schrieb. Ich könnte mir auf deinem Blog gerade ähnliches vorstellen, z.B. Artikel über Folklore, Märchen etc.

    Generell hatte ich in den vergangenen Jahren immer wieder daran gedacht, dass man Klassiker oder große Autoren stärker in den Fokus rücken könnte, in dem man über ihr Leben, bestimmte Stationen oder Entstehungsgeschichten von Geschichten bloggt. Eine gute Idee für das WIE ist mir aber noch nicht gekommen.

    Du siehst schon, Veränderungen sind nicht einfach. Ich glaube, einen ultimativen Tipp gibt es nicht und jeder muss einfach für sich das finden, was ihm selbst gefällt. Wichtig ist nur, dass du jede Veränderung für dich tust und dir nicht zuerst die Frage stellst, wie andere darüber denken. Vielleicht probierst du zunächst das ein oder andere aus und entscheidest hinterher, ob es eine einmalige Sache war oder ob du das regelmäßiger auf deinem Blog vorstellen könntest (und wie regelmäßig – nicht jede Rubrik muss ja wöchentlich oder monatlich erscheinen). Ich bin sicher, du findest (d)einen Weg. 🙂

    Liebe Grüße
    Kathrin

    1. Liebe Kathrin,
      danke für Deine so ausführliche Antwort!
      Deine Idee mit dem Lesetagebuch gefällt mir auch ausgesprochen gut und ich verfolge sie sehr gerne! Es ist eine so angenehm persönliche Art, über ein Buch, das einen gerade begleitet zu berichten und es anderen näher zu bringen!
      Gemeinsames Lesen finde ich immer schwierig, weil mir der Austausch da schwer fällt. Bzw. ich bin da abgeschreckt von Lovelybooks. Dort sind diese gemeinsamen Lesevorhaben für mich doch immer wieder nur blabla gewesen (außer bei der KLassiker-Runde, die ich lange führte, deren gewählte Bücher mich dann aber nicht mehr begeistern konnten).
      Deine Hörbuch- und Hörspieltipps fand ich übrigens auch sehr spannend! Das darf gerne bleiben und fortgeführt werden! Lächel!

      Der Beitrag zur Krabat-Legende hatte mich auch arg geflasht und sowas würde ich gerne öfter lesen oder selbst erleben und niederschreiben. Da bin ich aber im Moment noch etwas ohne Ideen. Wobei es hier durchaus literarische Orte gibt… „Der Name der Rose“, „Das siebte Kreuz“…hm… Da muss ich weiter drüber nachdenken!
      Für Folklore und Märchen habe ich ja eh eine große Leidenschaft – auch beruflich verwende ich sie oft. Mir ist nur noch nicht so ganz klar, wie ich sie hier präsentieren könnte.

      Die Klassiker-Frage habe ich mir auch die Tage noch einmal gestellt. Es sind zu wenige große Name, die ich in den letzten zwei Jahren las. Gestern begann ich „Die Schachnovelle“ von Zweig und muss sagen, dass ich sehr angetan davon bin. Darüber werde ich bestimmt auf Aigantaigh berichten. Ich habe es noch vor meiner Blogger-Zeit längere Zeit so gehandhabt, dass ich zu einem Werk eines klassischen Autors, eine Biographie las und vielleicht noch eine Literaturverfilmung. Das war stets sehr schön. Sollte ich mal wieder machen.

      In Deiner Antwort waren viele tolle Anregungen! Vielen Dank dafür!
      Ich bin gespannt, wohin es mich die nächsten Wochen ziehen wird!

      Liebste Grüße,
      Mina

  3. Ich finde es nicht schlimm, einem Blog mal eine kreative Pause zu gönnen. Haushundhirsch haben das gemacht, und jetzt sind dort wieder ganz tolle Sachen zu sehen. Eine andere schöne Sache finde ich den gelegentlichen Austausch von Blogposts auf befreundeten oder thematisch verbundenen Blogs. Da kommen manchmal auch ganz tolle Sache heraus.

    1. Hallo belmonte!
      Danke für Deine Rückmeldung!
      Was genaus meinst Du mit Austausch von Blogposts? Meinst Du damit Gastbeiträge oder eher das Verlinken von dort erschienen Beiträgen auf Aigantaigh in einer Art Kurz-Post, wie ich es mit Tintenhains Krabat-Beitrag gemacht habe?

      Grüße!
      Mina

  4. Och? Mach doch einfach weiter wie bisher, ich fand es immer schön bei dir. Mich interessiert, wie andere Leute über Bücher schreiben, was ihnen wichtig war, was nicht, worüber sie schreiben (man kann es ja nicht 1:1 wiedergeben). Die Idee, thematisch zu bündeln, ist auch nicht übel. Oder nach Ländern? Oder oder oder … es gibt so viele Möglichkeiten! Ich habe bei dir eigentlich keine Bedenken, dass dich da noch was packen wird : ) Liebe Grüße
    Petra

    1. Liebe Petra,
      erst jetzt komme ich dazu, die weiteren Kommentare zu meiner Ratlosigkeit zu beantworten. Entschuldige!

      Danke, für Deine Rückmeldung, dass Du meine Beiträge so magst, wie sie sind. Das ist schön zu wissen. Und es wird ja auch weiterhin Rezensionen geben. Aber irgendwie befriedigt mich das einfach nicht mehr.
      Ich habe mir nun erst einmal überlegt „back to my roots“ – und habe das Bedürfnis lesetechnisch wieder „nach Hause zu segeln“, was bedeutet, dass ich zurück will zum Schauerroman, zum 19. Jahrhundert, zu den Romantikern. Ich bin gespannt, was sich daraus ergeben wird.

      Liebe Grüße!
      Mina

  5. Aufjedenfall gefällt mir das theme sehr sehr gut, läßt sich für mich viel besser lesen. Du könntest doch super über euer waldhaus schreiben und eben alles was Dich interessiert.
    Die energie zur Zeit und ich glaube die nächsten Monate ist eine Abschieds energie, also sozusagen sich von dingen zu trennen die nicht mehr passen und damit eben Platz für neues zu schaffen, oder eben auch etwas zu verändern.
    Ich überöege auch schon eine Weile wie es weitergehen kann, auch weil ich mehrere Stellen pflege und das sehr viel Zeit in anspruch nimmt, die ich lieber für mehr schreiben und zeichnen und handarbeiten hätte..und ja eben auch über andere Themen zu schreiben als über Bücher und Handarbeiten…folge deinen Impulsen. Es sind meistens kleine zarte Dinger die nur kurz vorbeihuschen also übersieh Sie bitte nicht. Salut und liebste Grüße Madame Flamusse – mich hat bis jetzt die Technik aufgehalten… aber das wird alles, warte ab wenn der Frühling kommt ❤

    1. Hey!
      Entschuldige auch Du, dass Du so lange auf meine Antwort warten musstest. Ich komme erst heute wieder dazu.

      Hm, Du findest ich sollte über mein Leben hier auf dem Hof im Wald schreiben? Darüber habe ich ja noch nie nachgedacht. Es wird zwar einen Blog geben, den ich auch betreuen werde, auf dem es um unsere Arbeit dort geht (Bildungsangebote), aber erst einmal nicht näher um unser Leben in der Gemeinschaft.

      Ach, Du bist auch am Ummodeln? Da bin ich ja auch gespannt, was da kommen mag!
      Liebe Grüße, Dir!
      Mina

      1. Ja ich wollte gern die Sachen mehr zusammen bringen, technisch geht es leider nicht wie gedacht und die Blogs müßte ich im Grunde aufgeben für einen neuen Blog wenn ich es so nicht weitermachen möchte…es hat sich noch nicht entschieden wie. Jetzt versuche ich mich erstmal an einer Businessseite, da steht ich auch dauernd vor Problemen mit der Technik. Insgesamt möchte ich einfach mehr schreiben und zeichnen..und schreiben nicht nur über sondern von etwas 🙂
        ganz liebe Grüße

      2. Ja ich in dieser Hinsicht auch, was z.b. blogzusammenlegungen usw angeht, aber es wird sich anderes finden ..deswegen lass ich es reifen.. bis auf die Businesssache natürlich, da will ich schon ne kleine Präsenz haben – zuerst hab ich das auf Fb gemacht da konnt ich einfach loslegen 🙂 bis bald, bleiben wir neugierig

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