Gedankenort

Willkommen im Neuen Jahr

Jetzt ist es also da…das Neue Jahr… und ich wünsche Euch allen einen guten Start, und dass Ihr mit viel Zuversicht und Freude in dieses Jahr starten könnt.

Rückblickend war das wirklich ein sehr schwaches Lesejahr und noch ein viel schwächeres Bloggerjahr für mich. Nach wie vor kann ich nicht so recht sagen, woran es liegt, dass ich so wenig lese und auch wenig blogge. Ich glaube, beim Lesen bin ich oft überfordert von der unglaublich großen Auswahl, die es auf dem Markt gibt. Geht es Euch auch so? Kennt Ihr es, dass Ihr aufgrund der Menge an Möglichkeiten oftmals gar nicht mehr entscheiden könnt, was Ihr nun wollt?

Ich kenne dies auch aus anderen Lebensbereichen. Egal, ob es darum geht, welche Musik ich als nächstes hören könnte, was ich kochen, einkaufen oder unternehmen könnte. Oftmals bieten sich so viele Möglichkeiten, dass sie mich überfordern und ich dann gar nichts davon höre, koche, kaufe, unternehme… Ganz besonders bewusst wurde mir dieser Umstand im vergangenen Jahr als ich erstmals Netflix nutzte. Mich hat dieses Angebot an Serien einfach überrannt. Und nachdem ich dann eine für mich tolle Serie fand (Dr. House), ist sie nun nicht mehr verfügbar und ich kann sehen, wo ich bleibe…. sehr toll…

Auf Buchebene bedeutet dieses Überangebot für mich oft, viel Querleserei, nicht entscheiden können und Überforderung. Dabei habe ich im vergangenen Jahr kaum Bücher gekauft und nur einige Rezensionsanfragen gehabt. Schwierig, schwierig…

Beim Bloggen hat sich im vergangenen Jahr nichts geändert. Der Umstand, dass ich gerne anders Bloggen würde, als es mir zeitlich möglich ist, ist geblieben. Dass sich das in diesem Jahr ändern wird, kann ich mir fast nicht vorstellen. Das Leben wird ja immer enger, die Kraft auch nicht unbedingt mehr und die Zeit lässt sich noch immer nicht dehnen…

Aber ich bleibe dran, möchte weiterhin bloggen, mir aber nicht so viel Konkretes vornehmen. Zumal im Beruflichen einiges an Veränderungen und Entwicklungen anstehen wird und ich nicht weiß, ob ich da noch weitere Neuerungen hinbekäme. Das Jahr wird es zeigen.

Ich überlege gerade, was so meine Lese- oder Hörhighlights im vergangenen Jahr waren.

Mein absolutes Hörbuch-Highlight in 2017 war „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman. Ich bin mit wenig Erwartung an das Hörbuch herangegangen, wollte einfach nur ein wenig reinschnuppern; sehen, was es kann. Und dann machte es schon nach ca. zehn Minuten „wumm“ und ich war völlig gepackt von der Geschichte, der Lesung, den Figuren. Seit langer Zeit mal wieder ein Buch, bei dem ich mich sehr darüber freue, dass es sich dabei um den Auftakt einer Reihe handelt. Der zweite Teil wird im März erscheinen.

Auch ganz wunderbar fand ich den dritten Teil der Saga um die Sieben Schwestern von Lucinda Riley, „Die Schattenschwester“.

Auch gut gefiel mir Philip Pullmans neuer Roman zu His Dark Materials „Über den wilden Fluss“. Es war sehr schön, wieder in Pullmans Welt zurückzukehren, auch wenn bisher (es kommen noch zwei Teile) der Zauber der ersten drei Teile um Lyra und Pantaleimon sich nicht so ganz wieder einstellen wollte.

Jetzt im neuen Jahr höre ich den zweiten Band von Cassandra Clares Reihe „Die dunklen Mächte“ – Lord of Shadows. Ich glaube, ich habe es schon fast zu Ende gehört. Auch hier ist es schön, wieder zu Julian und Emma zurückzukehren. Allerdings musste ich mich am Anfang etwas einhören. Die Geschichte ist schon recht komplex und hat vor allem sehr viele Figuren. Zu Beginn von Teil 2 wusste ich erst nicht mehr so recht, wer wer ist und wie die Geschichte in Band 1 endete.

Buchtechnisch bin ich bei einem Autoren gelandet, von dem ich wusste, dass sein Buch einfach packen wird und ich hinein versinken werde: Joel Dicker. Schon einmal riss er mich aus einer Leseflaute und so griff ich, weil ich endlich mal wieder tief in ein Buch abtauchen wollte, zu seinem „aktuellsten Roman“ – Die Geschichte der Baltimores. Ich bin jetzt schon begeistert und habe gerade einmal das erste Drittel gelesen. Dicker kann einfach schreiben.

So, ohne große Vorhaben lasse ich mich nun auf das Lesejahr 2018 ein. Ich bin gespannt, was mir so bringen wird, welche Geschichten mir begegnen werden, welche mich begeistern können und welche ich zur Seite legen werde, weil ich mich nicht in sie hineinfinden werde.

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares Lesejahr!

Mina

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4 Kommentare zu „Willkommen im Neuen Jahr

  1. Liebe Mina,

    mach dir nur keine Gedanken über das „Wie oft“ und „Wie viel“! Dieses Überangebot setzt zum Teil wirklich unter Druck. Ich persönlich habe weniger Probleme mit viel Auswahl, sondern eher damit, dass der Buchmarkt gefühlt immer schneller und größer wird, Bücher können nicht mehr wirklich draußen „ankommen“, verschwinden nach wenigen Wochen aus den Regalen und aus den Köpfen. Das wiederum führt schnell zu einem Hetzen („Ich muss diesen Titel haben“) und in der steigenden Anzahl der Blogger wird umso mehr verglichen und sich unnötig Stress gemacht, damit man in dieser schnelllebigen Branche irgendwie an der Oberfläche schwimmen kann. Ich habe in den letzten Jahren sukzessive aufgehört, da „mitzuspielen“. Das war keine bewusste Entscheidung, sondern eher ein kleiner, kaum merklicher Prozess, der zum Teil auch einfach durch Freuden und Verpflichtungen im Offline-Leben bedingt war. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich das Schlendern durch Buchhandlungen immer weniger genießen kann, wenn ich die Titel schon drei Monate vor Erscheinen auf 100 Blogs oder in Vorschauen gesehen habe. Irgendwie hat sich das auch darauf ausgewirkt, was ich lese. Ich lese wieder breiter und geh entspannter ran. Ich muss nicht jeden Titel besprechen und wenn ich mal zwei, drei Wochen nicht blogge, ist das auch halb so wild.

    Mach einfach das, worauf du Lust hast, wofür du Zeit findest und vor allem: Verliere nicht die Freude an den Büchern, weil irgendwo das Gefühl einer Verpflichtung mitschwingt. Das Leben außerhalb der Netzwerke hat immer Priorität und das Lesen (und Bloggen) soll Spaß machen, nicht in Arbeit ausarten. Ich schaue immer wieder bei dir vorbei – egal, ob du nun wöchtenlich, monatlich oder halbjährlich bloggst. 🙂

    Liebe Grüße und ein fantastisches 2018!
    Kathrin

  2. Liebe Kathrin,
    es klingt, als sei es aber auch irgendwo das gleiche Problem, wie bei mir: die riesige Auswahl, die immer schneller auf den Markt geschwämmt wird, macht es schwer, die Bücher und Autoren zu würdigen. Ich kenne jemanden, der derzeit mit dem Gedanken spielt, eine Buchhandlung zu eröffnen und bekomme dadurch auch immer mal mit, warum Bücher wie in der Buchhandlung landen, warum es manchmal so viele auf einmal gibt, warum manchmal spezielle Verlag so unglaublich stark vertreten sind. Schon spannend und auch traurig zu gleichen Teilen.

    Ich überblicke den Markt an Bloggern gar nicht wirklich. Habe eher den Eindruck, dass das Bloggen in verschiedenen Bereichen, in denen es immer stark war (Reisen, Essen und auch unserer Nische) weniger wird.
    Dennoch kann ich gut nachvollziehen, was Du meinst: ich hatte im letzten Jahr beim Bummeln in der Buchhandlung „Smoke“ entdeckt und mitgenommen. Kurze Zeit später wurde es auf ganz vielen Youtube-Kanälen „besprochen“ bzw. als nicht so gut befunden. Zum einen hatte ich dann Druck, das Buch zu lesen, zum anderen fand ich das Buch dann nicht so gut und weiß nicht, ob es an den Infos lag, die ich über die Kanäle bekam oder ob ich es wirklich nicht so gut fand…
    Und das greift ja auch direkt auf, was Du über das Schlendern in Buchhandlungen geschrieben hast. Bisher habe ich mir die Vorschauen noch nicht angeschaut. Ich versuche mich überraschen zu lassen und hoffe, dass die Lust auf Buchhandlungen wieder steigen kann.
    Ich bin gespannt, ob sich dadurch auch bei mir das Leseverhalten ändern wird.

    Und ja – auch das Offline-Leben ist in den letzten Jahren wieder ein anderes bei mir geworden, was mich sehr freut und dann weniger Raum lässt, um zu bloggen.
    Im Moment versuche ich mich zudem erstmal an einer anderen Art des Schreibens. Sowohl, was meinen Blog angeht (der erste Artikel dazu ist in Arbeit) und auch was das Schreiben an sich angeht (ich arbeite an einem Märchen).

    Ich danke Dir, wie immer für Deine tolle, inspirierende und aufmerksame Antwort!
    Ich denke an Dich und wünsch Dir ebenfalls ein zauberschönes 2018!
    Mina

  3. Huhu!

    Kann mich den vorigen Kommentaren nur anschließen! Einfach nicht zu viel grübeln – und nicht nach links und rechts schielen, wie es andere machen. Jeder hat anders Zeit und Lust, hat einen anderen Lesegeschmack, daher ist es auch nicht sinnvoll, sich zu vergleichen :).
    Du schaffst das schon!

    Liebe Grüße
    Maria

    1. Hallo Maria.
      Es tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte. Ich dachte eigentlich, ich hätte das längst getan. Danke für Deine Gedanken. Ja, das versuche ich – nicht so viel nachdenken, einfach bloggen. Ich habe den Eindruck, das könnte ganz gut funktionieren. Lächel.
      Ganz liebe Grüße,
      Mina

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