[Rezension] Sebastian Copien – Heftig Deftig

„Heftig Deftig“ heißt das neue Buch von Sebastian Copien, der mich bereits mit seinem veganen Mixer-Buch „fit-MIX“ überzeugen konnte. Und das aktuelle Buch über veganes Rösten, Schmoren, Räuchern, Grillen und Braten hat es wirklich in sich! Das ist vegan Kochen auf einem ganz anderen Niveau, als ich bis dato kannte.

Egal ob „Kimchi-Sojarouladen“, die nicht nur optisch sondern auch geschmacklich absolut überzeugen und mich ins Schwärmen bringen oder der „Linseneintopf mit Spätzle und Petersiliensahne“, das Buch überrascht mit tollen bekannten bodenständigen Gerichten aus der Kindheit genauso wie mit neuen Rezeptideen rund um die oben erwähnten Zubereitungsmethoden.

Doch bevor Sebastian Copien in die Welt der deftigen veganen Küche einsteigt, nimmt er sich nach dem lesenswerten Vorwort Zeit, im ersten Kapitel dem zukünftigen Deftig-Vegan-Kocher einige Grundlagen zu vermitteln, die ich spannend und hilfreich fand. Anfangs erklärt er die verschiedenen Geschmacksrichtungen und wie der Koch/die Köchin mit Misopaste und Co umgehen kann. Danach erklärt er die im Buch verwendeten Methoden fürs Schmoren, Räuchern, etc. verständlich und anwenderfreundlich. Anschließend gibt es noch schnell einen Schwung Basisrezepte und dann geht es auch schon ab auf die Kochpiste.

Die Zutatenlisten sind in der Regel lang, denn alles wird selbst hergestellt. Da braucht man Zeit und Küchenausstattung. Wenn man öfter kocht und womöglich schon länger vegan oder orientalisch, dürfte man das Meiste, das an Gewürzen benötigt wird in der eigenen Küche finden.

Ihr braucht ein paar Zutatenbeispiele? Kein Problem:

  • Kreuzkümmel, Kimchi, getrocknete Steinpilze
  • Salbeiblätter, Cashew- und Mandelmus
  • Misopaste, Sesamöl, Reisessig
  • Harissapaste, gemahlener Koriander, Soja Big Steaks (ich liebe diese Teile!)

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl.

Nach dem Grundlagenkapitel kommt je ein Kapitel zu folgenden Themen: „Geschmort“ (mhhhmmm), „Geräuchert“, „Geröstet & Gebacken“, „Gekocht“, „Gedämpft“, „Gegrillt“, „Gebraten“ und „Frittiert“. Neben deftig herzhaften Rezepten gibt es auch hier und da ein süß-deftiges Rezept wie „Kaiserlicher Bananenschmarrn mit Apfelröster“ oder „Mamas fluffige Dinkel-Germknödel“.

Darüber hinaus bleiben wir nicht bei den eher heimisch anmutenden Rezepten, sondern lernen wie man „Japanische Kroketten“ macht, eine „Kreolische Jambalaya“ oder ein „New Orleans-Gumbo mit Dumplings“.

Genial fand ich das Rezept für ein veganes Korma, da ich „Chicken Korma“ liebe. Hier im Buch ist es ein „Cashew-Veggie-Korma“. Außerdem habe ich vor einiger Zeit die Jackfruit als Fleischersatz für mich entdeckt, die ich von ihrer Textur her sehr mag. Auch hierfür habe ich nun das ein oder andere Rezept wie den „Marrokanische Maroni-Jackfruit-Schmortopf“.

Alles in Allem finde ich das Buch so gelungen, dass es zu meinen derzeitigen Kochlieblingen gehört und sogar, wenn ich es gerade nicht in der Küche brauche, neben meinem Bett liegt, damit ich abends darin blättern kann.

Das Buch erschien im April 2018 im Südwest Verlag und kostet gebunden 25,00 Euro. Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis!

Bei dem hier besprochenen Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Das bedeutet, ich habe das Buch vom Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen. Dies hat jedoch keinen Einfluß auf meine Meinung.

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