-Werbung, da Rezensionsexemplar-

Das neueste Werk von Diane Setterfield erschien bereits vor ca. einem Jahr im Blessing Verlag. Es gehört also jetzt schon fast auf die Backlist des Verlags, sollte aber dennoch Beachtung finden. Es ist meiner Meinung nach ein absolutes Herbstbuch. Draußen ist es kühler, trüber, nebliger. Drinnen dampft der Tee, die Wollsocken wurden rausgeholt und übergezogen und die Lieblingsstrickweste oder der Lieblingswollpulli ist auch wieder hervorgeholt worden. Und das ist genau der richtige Moment für dieses Buch. Doch um was geht es denn nun?

Klappentext:
„England vor über hundert Jahren. In einer stürmischen Winternacht betritt ein Fremder ein altes Gasthaus an der Themse. In seinen Armen die Leiche eines ertrunkenen Kindes. Wenige Stunden später atmet das Kind wieder. Ein Wunder? Oder nur ein billiger Trick? Wer ist das Kind eigentlich? Und welche Rolle spielt der Fluss in dieser rätselhaften Geschichte?“

Die Geschichte beginnt mit „Es war einmal ein Wirtshaus…“ und schafft mit diesen Worten direkt eine entsprechende Atmosphäre von Zauber und Herbst, Geheimnissen und Märchen. Und ehe man sichs versieht, ist man bereits verschwunden in einer Welt, aus der man erst sehr viel später nach Luft schnappend wieder auftaucht. Als hätte man über Seiten nicht geatmet. Die Stimmung erinnerte mich sofort an Susanna Clarkes Roman „Jonathan Strange & Mr. Norrell“. Ich war völlig begeistert.

Wobei ich gestehen muss, dass ich von Diane Setterfield auch nichts anderes erwartet habe. Ich liebte Ihren Debütroman „Die dreizehnte Geschichte“ und ich mochte auch den zweiten Roman „Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman“, auch wenn ich diesen nicht so gerne mochte, wie „Die dreizehnte Geschichte“ oder „Was der Fluss erzählt“.

Mich begeistern immer Romane, die so eine Art Magischen Realismus nutzen. Es ist nie so klar, was Fiktion und was Wirklichkeit ist oder sein könnte. Und das gelingt Diane Setterfield hier ganz wunderbar.

Eine absolute Leseempfehlung an Euch!