Ich dachte, es wird mal wieder Zeit, Euch ein wenig davon zu erzählen, was ich gerade so lese und was aus den Büchern geworden ist, die im Juni 2022 auf meinem Nachttisch lagen.

Beendet aus dem Ausblick auf meinen Nachttisch Juni 2022 habe ich lediglich den Band aus der Reihe „Die Ponyschule Trippelwick“ und das Hörbuch von Deborah Harkness. Beides fand ich ganz wunderbar. Das Hörbuch war ja ein „Re-Hear“, um wieder in die Reihe einzusteigen. Wobei ich bisher noch nicht zu Band II gegriffen habe, der ebenfalls ein zweites Mal gehört werden möchte.

Die beiden Pferdebücher sind im Umzug untergegangen und ehrlich gesagt, habe ich sie noch nicht wieder gefunden. Und das Café Engel dümpelt so vor sich hin und ich greife immer lieber zu einem anderen Hörbuch.

Zur Zeit lese ich seit langem wieder mehrere Bücher auf einmal. Das habe ich früher immer wieder getan, fand das immer gut, weil ich mich je nach Stimmung in einer anderen Geschichte wiederfinden bzw. versinken konnte. Ich muss sogar sagen, dass ich, seitdem ich das wieder praktiziere, viel mehr lese als zuvor.

Ganz unerwartet anders als erwartet liest sich derzeit „Die geheimnisvollen Briefe der Margaret Small“ von Neil Alexander. Hierzu wird es noch eine Rezension geben. Die 75jährige Margaret lebt ein zufriedenes Leben. Doch dann erhält sie geheimnisvolle Brief ohne Absender. Gemeinsam mit einem jüngeren Mann, der sie im Alltag unterstützt macht sie sich auf die Suche nach dem Absender und beginnt sich dabei auch mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Einer Vergangenheit, von der sie einen großen Teil in einer Klinik für Lernbehinderte Menschen verbrachte.

Und dann tummelt sich da ein kleines, feines Gruselbuch aus dem cbj Kinderbuchverlag: „Emilia und der Junge aus dem Meer“ von Annet Schaap. Es heißt, dass in dem Schwarzen Haus Monster leben. Doch hier soll die Tochter des Leuchtturmwärters einziehen. Und Emilia muss feststellen, dass es in der Tat ein schauriges Wesen zu geben scheint. Irgendwann beschließt Emilia, die Tür zum verbotenen Raum zu öffnen und ins Zimmer zu treten…

Außerdem habe ich seit vielen Jahren die ersten Kurzgeschichten hier liegen. Ich kann gar nicht sagen, wann ich wirklich zuletzt Kurzgeschichten gelesen habe. In meiner Jugend fand ich keinen Zugang dazu, weil sie mir zu kurz waren und ich meist, dicke fette Schinken durchschmökerte. Dann gab es eine Zeit, in der ich sie vermehrt las. Ausgelöst durch Kafka und anderen klassische Autoren. Nun liegt auf meinem Nachttisch „Versteckte Wunder“ von Ernest van der Kwast. Darin erzählt er kurze Geschichten über seine Heimatstadt Rotterdam. Ob es um den Taxisfahrer mit Tourrettesyndrom geht oder einen Pianisten, der zwischen Waschmaschinen und Staubsaugern Klavier spielt – überall begegnen ihm kleine, besondere Geschichten, die er in seinem Buch erzählt.

Und dann liegt da noch ein Buch. Ein Buch, das ich mich gerade nicht zu lesen traue. Denn es könnte entweder zu einem der besten Bücher des Jahres werden oder zur größten Enttäuschung. Und ich habe vor beidem Schiß. Sollte es die größte Enttäuschung werden, wäre ich einfach traurig, dass es der Autorin dann nicht gelungen sein wird, mich mit ihrer Geschichte abzuholen. Sollte es mich total begeistern, dann werde ich unglaublich traurig sein, wenn ich es zu Ende gelesen haben werde. Es geht um den Roman von Anne Eekhout. Es geht um „Mary“. Und Mary ist ein fiktiver Roman über Mary Shelley! Wie toll klingt das denn?
In einer gewittrigen Sommernacht sitzen Lord Byron, Percy Shelley und John Polidori gemeinsam mit Mary am Feuer. Lord Byron hat die Idee, dass jeder eine Gruselgeschichte niederschreiben soll.

Mary erinnert sich an einen Sommer in Schottland, als sie und Ihre Freundin Isabella Mr. Booth kennenlernen. Einen Mann mit düsteren Geheimnissen.
Naaaa – wie klingt das?

Natürlich liegen da eigentlich noch viel mehr Bücher zum Lesen bereit. Aber um realistisch zu bleiben, sind das die Bücher, die ich in den nächsten Wochen lesen werde.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Herbst,

Barbara

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