Buchversammlung · Kochlöffels Geheimnisse

[Rezension] Bruno Tosi (Hrsg) – Maria Callas – Die Lieblingsrezepte der Göttlichen

Am Wochenende las ich das Buch über die Lieblingsrezepte der Maria Callas. Und neben einigen vorzüglichen Rezepten lernte ich eine Menge über diese Frau, deren Leben weit dramatischer war, als es mir bisher bekannt war.

mariacallasWie erwähnt, geht es eigentlich in dem Buch, herausgegeben von Bruno Tosi, um die Lieblingsrezepte der Maria Callas. Denn die begnadete Opern-Sängerin war eine leidenschaftliche Esserin. Das war steht hier leider in mehrfacher Bedeutung. Denn Maria Callas, deren ursprünglicher Name Maria Anna Sophie Cecilia Kalogeropoulos war, war zu Beginn ihrer Karriere wohl um einiges fülliger. Angeblich wog sie einst 108 Kilogramm und musste auf Anraten des Theater-, Opern- und Filmregisseurs Luchino Visconti 40 Kilogramm abnehmen. Fort an kämpfte Maria Callas mit ihrer Leidenschaft zum Essen. Und da sie kaum noch schlemmen durfte, sammelte sie exzessiv Rezepte aus allen möglichen Frauenzeitschriften.

083

Wie gut, dass es einige dieser Rezepte aus Zeitschriften und großen Restaurants in dieses vorliegende Buch geschafft haben! Die Salsa, die zum Rindercarpaccio gereicht wird, klingt göttlich gut und besonders gefiel mir die Seite mit verschiedenen Arten der Béchamelsaucenzubereitung. Da gibt es eine mit Curry – ein Traum!

Nicht fehlen dürfen natürlich einige Risotto-Rezepte und verschiedene Insalta. Aber Maria Callas mochte Fleisch – das merkt man auch an diesem Buch. Es ist eine wahre Fundgrube für den Fleischliebhaber. So finden sich in dem Buch einige Kalbfleischgerichte, Burgunderbraten, Hähnchenrezepte und Leberspeisen. Auch aus dem Meer kommt viel auf den Tisch: Hummer, Langusten und Lachs sind nur einige der hier verarbeiteten Produkte aus dem kühlen Nass.

Bei den Desserts gefiel mir auf Anhieb am besten das Désir de Roi (Wunschtraum des Königs) – das phantastisch schlicht daher kommt: mit Löffelbiskuits, Johannisbeergelee und Himbeeren. Mhhhmmmm!

CallasHimbeere

Ich habe mir das Buch eigentlich hauptsächlich wegen der Rezept besorgt. Und wurde zuletzt überrascht von einem Buch voller Geschichten über das Leben der Callas. Es war eine wunderbare Überraschung. Auch wenn das Leben von ihr, neben der für mich unvorstellbaren Sachen mit dem Essensverzicht, voller Krankheit und Liebeskummer gewesen zu sein scheint.

Und bevor ich es vergesse:
Dem Buch liegt eine CD mit Arien von ihr bei. Die kann man beim Lesen des Buches oder beim Nachkochen der Rezepte sehr genießen!

Das Buch erschien 2014 im Bassermann Verlag. Gebunden mit CD kostet es € 9,99.

CallasInnenansicht

Advertisements

5 Kommentare zu „[Rezension] Bruno Tosi (Hrsg) – Maria Callas – Die Lieblingsrezepte der Göttlichen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s